Otto Riedel (* 8. Jänner 1906 in Klosterneuburg; † 18. August 1991 ebenda) war ein österreichischer Maler und Zeichner, dessen Werk sich durch eine große Bandbreite künstlerischer Techniken auszeichnet. Er arbeitete unter anderem mit Skizzen, Tuschezeichnungen, Aquarellen sowie mit Öl- und Acrylfarben und schuf darüber hinaus Holz-, Linol- und Metalldrucke.
Reisen spielten in seinem künstlerischen Leben eine zentrale Rolle. Während des Zweiten Weltkriegs fand Riedel zahlreiche Motive in den ländlichen Regionen Russlands und Frankreichs, die ihn zeichnerisch beschäftigten. Seine produktivste Schaffensphase begann in den 1950er Jahren und war eng mit ausgedehnten Reisen verbunden, die ihn nach Italien, Griechenland, Jugoslawien und in die Türkei führten, ebenso wie in nördlich gelegene Länder.
Durch zahlreiche Ausstellungen in Österreich und Deutschland erlangte Riedel überregionale Bekanntheit. Anerkennung erfuhr er zudem durch seine langjährige Tätigkeit als Präsident des Klosterneuburger Künstlerbundes sowie durch die Verleihung des österreichischen Berufstitels Professor. Zu seinen weiteren Auszeichnungen zählen unter anderem die médaille d’argent der Europa-Ausstellung in Brüssel, der Kulturpreis der Stadt Klosterneuburg und die Rudolf-von-Alt-Ehrung des Künstlerhauses, dessen Ehrenmitglied er 1981 wurde.
Otto Riedel verstarb 1991 und fand seine letzte Ruhestätte auf dem Oberen Stadtfriedhof in Klosterneuburg. Er hinterließ ein umfangreiches Œuvre, das Zeichnungen, Druckgrafiken, Aquarelle und Ölgemälde umfasst und insbesondere durch seine charakteristische Auffassung von Architekturmotiven sowie seine eigenständige Drucktechnik geprägt ist.











