{"id":339,"date":"2023-12-25T09:39:35","date_gmt":"2023-12-25T08:39:35","guid":{"rendered":"https:\/\/collection.galerie-gerdes.com\/?post_type=product&#038;p=339"},"modified":"2024-05-21T13:07:40","modified_gmt":"2024-05-21T11:07:40","slug":"rheinwiesen","status":"publish","type":"product","link":"https:\/\/collection.galerie-gerdes.com\/cs\/p\/rheinwiesen\/","title":{"rendered":"\u201eRheinwiesen\u201c, 1973, Gem\u00e4lde von Pierre Boffin (Verschollene Generation)"},"content":{"rendered":"<p>Pierre Boffin, der unter dem K\u00fcnstlernamen Hugo Joseph Winz geboren wurde, erblickte am 30. November 1907 in Aachen das Licht der Welt und verstarb 1992 in Voerde. Er war ein talentierter deutsch-franz\u00f6sischer Maler, der f\u00fcr seinen Beitrag zum Expressiven Realismus bekannt ist. Aufgrund des Arbeitsverbots w\u00e4hrend der 1940er Jahre geh\u00f6rt er zur Gruppe der &#8222;Verschollenen Generation&#8220;.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Pierre Boffin entstammte einer vielseitigen kulturellen Herkunft, mit einer Mutter aus dem franz\u00f6sischen Verviers und einem Vater aus dem Schwarzwald. Unter dem K\u00fcnstlernamen Pierre Boffin etablierte er sich in der Kunstwelt. Die Zeit des Nationalsozialismus brachte f\u00fcr Boffin und viele seiner Kollegen eine k\u00fcnstlerische Blockade mit sich. W\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs geriet er in franz\u00f6sische Kriegsgefangenschaft in Attichy, wo er eine enge Freundschaft mit dem Maler August Phillip Henneberger schloss. Im Jahr 1943 ver\u00f6ffentlichte er seine Erz\u00e4hlung &#8222;Der Schmied vom Ulex&#8220;. Nach dem Krieg engagierten ihn die Amerikaner als Herausgeber einer Zeitschrift f\u00fcr Kriegsgefangene. In dieser Zeit trat er auch als Autor und Redakteur in Erscheinung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Boffin lebte \u00fcber einen langen Zeitraum in Belgien, Frankreich und den Niederlanden und widmete sich intensiv der Malerei. Anf\u00e4nglich war er ein Autodidakt, bevor er sich unter der Anleitung von Antoni Clav\u00e9 in Paris weiterentwickelte. Er studierte an der \u00c9cole nationale sup\u00e9rieure des arts d\u00e9coratifs de Paris, einer Institution, an der auch namhafte K\u00fcnstler wie Fernand L\u00e9ger und Leon Dabo lehrten. Boffin verbrachte einige Jahre in Paris, bevor er seine Ausbildung beim niederl\u00e4ndischen Maler Henry ten Holt fortsetzte und dessen Malklasse in Bergen besuchte. In dieser Zeit vertiefte er seine F\u00e4higkeiten im Umgang mit Farben und Farbpaletten. Der Schriftsteller Theodor Seidenfaden erw\u00e4hnte in seiner W\u00fcrdigung von Boffin die gemeinsame Arbeit in Altea.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Seine erste Ausstellung fand im Jahr 1947 in Paris im Salon des Ind\u00e9pendants statt und erregte mit seinem expressiven Realismus Aufsehen. In den Jahren von 1952 bis 1970 folgten weitere Ausstellungen in Paris, darunter in der Soci\u00e9t\u00e9 Nationale des Beaux Arts, der Exposition Decouvrir, dem Salon &#8222;Artiste Francais&#8220; und dem Salon Teeres Latines. In dieser Zeit wurde er von Galerien wie der Galerie Main im Montparnasse, der Galerie Marseilles in Paris und der Galerie Foyer des Artistes vertreten. Anschlie\u00dfend verbrachte er drei Jahre an der Kunstschule D\u00fcsseldorf und erweiterte seine Expertise in Malerei, freier Grafik und B\u00fchnenbild unter der Anleitung von Rolf Sackenheim. In dieser Phase intensivierte Boffin seine Bem\u00fchungen im Bereich der Grafik und Druckgrafik. Zudem nahm er Kunstgeschichtskurse bei Professor Heinrich Theissing.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In London wurden seine Werke gemeinsam mit denen von Heyssial und Georges Delplanque pr\u00e4sentiert. Viele seiner Kunstwerke fanden einen Platz in privaten Sammlungen und sicherten seinen Lebensunterhalt. In den 1970er Jahren verlagerte Boffin seinen Schaffensschwerpunkt verst\u00e4rkt nach Deutschland. Seine Werke wurden in internationalen Ausstellungen wie der Kunstausstellung in Kirn, der &#8222;Villa Engelhard&#8220; in D\u00fcsseldorf sowie bei Filmfestivals in Genf und Stra\u00dfburg bis in die sp\u00e4ten 1980er Jahre gezeigt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Seine grafischen Werke wurden von der Galerie Moderne II in Br\u00fcssel vertreten, w\u00e4hrend seine Gem\u00e4lde in der Galerie Sch\u00f6ppe in M\u00fcnchen und der Galerie Campo in Antwerpen zu bewundern waren. Selbst im hohen Alter von 80 Jahren organisierte Boffin eine Werkpr\u00e4sentation f\u00fcr Russland, die 1988 in Vilnius, Litauen, stattfand und gro\u00dfe Beachtung fand.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bis zu seinem Tod im Jahr 1992 lebte Pierre Boffin in Voerde am Niederrhein, wo sich auch sein Atelier in der Bahnhofstra\u00dfe 153 befand.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Boffin widmete sich in seinen fr\u00fchen Arbeiten haupts\u00e4chlich der Landschaftsmalerei. Das Einfangen der Atmosph\u00e4re einer Landschaft und die Interpretation des spannungsgeladenen Moments eines Ortes und Lichts waren wiederkehrende Themen in seinem Schaffen. Dennoch lag sein Hauptaugenmerk auf der Darstellung des Menschen, bei der er das Zusammenspiel zwischen inneren Emotionen und \u00e4u\u00dferer Erscheinung betonte. Seine Figuren waren niemals auf idealisierte Sch\u00f6nheit reduziert; vielmehr portr\u00e4tierte Boffin seine Charaktere mit gro\u00dfer Neugier und Direktheit. Dabei zeichnete er sich durch eine expressive, kraftvolle und meisterlich komponierte Farbpalette aus.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Seine Werke mit erotischen Motiven spiegelten eine sinnliche Betrachtung wider, die sich oft mit tieferer Symbolik und Bedeutung der Sexualit\u00e4t verband. Im Sp\u00e4twerk zeigten sich auch radikale Auseinandersetzungen mit aktuellen politischen Ereignissen, die er direkt und fordernd auf die Leinwand brachte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Boffin nutzte au\u00dferdem das Medium des Holz- und Linolschnitts. Am Kunstmarkt sind haupts\u00e4chlich wenige, kleinformatige Aquarelle bekannt. Die meisten Werke von Boffin befinden sich in Privatbesitz. Der gesamte k\u00fcnstlerische Nachlass von Boffin, darunter \u00d6lgem\u00e4lde, Aquarelle, Zeichnungen und Grafiken, sowie Dokumentationen seiner Ausstellungen und Originale seiner Gedichte und Widmungen seines Freundeskreises, werden vom KunstKontor in Wiesbaden verwaltet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pierre BOFFIN (1907-1991)<\/p>\n","protected":false},"featured_media":340,"template":"","meta":{"site-sidebar-layout":"default","site-content-layout":"","ast-site-content-layout":"default","site-content-style":"default","site-sidebar-style":"default","ast-global-header-display":"","ast-banner-title-visibility":"","ast-main-header-display":"","ast-hfb-above-header-display":"","ast-hfb-below-header-display":"","ast-hfb-mobile-header-display":"","site-post-title":"","ast-breadcrumbs-content":"","ast-featured-img":"","footer-sml-layout":"","ast-disable-related-posts":"","theme-transparent-header-meta":"default","adv-header-id-meta":"","stick-header-meta":"","header-above-stick-meta":"","header-main-stick-meta":"","header-below-stick-meta":"","astra-migrate-meta-layouts":"set","ast-page-background-enabled":"default","ast-page-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-4)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"ast-content-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}}},"product_brand":[],"product_cat":[52,25,65,179,409,131],"product_tag":[364,362,363,74,361,365],"class_list":{"0":"post-339","1":"product","2":"type-product","3":"status-publish","4":"has-post-thumbnail","6":"product_cat-20th-century","7":"product_cat-deutsch","8":"product_cat-franzoesisch","9":"product_cat-gemaelde","10":"product_cat-landschaft","11":"product_cat-pierre-boffin","12":"product_tag-art","13":"product_tag-gemalde","14":"product_tag-kunst","15":"product_tag-painting","16":"product_tag-peintures","17":"product_tag-pittura","18":"desktop-align-center","19":"tablet-align-left","20":"mobile-align-left","22":"first","23":"instock","24":"taxable","25":"shipping-taxable","26":"product-type-simple"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/collection.galerie-gerdes.com\/cs\/wp-json\/wp\/v2\/product\/339","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/collection.galerie-gerdes.com\/cs\/wp-json\/wp\/v2\/product"}],"about":[{"href":"https:\/\/collection.galerie-gerdes.com\/cs\/wp-json\/wp\/v2\/types\/product"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/collection.galerie-gerdes.com\/cs\/wp-json\/wp\/v2\/media\/340"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/collection.galerie-gerdes.com\/cs\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=339"}],"wp:term":[{"taxonomy":"product_brand","embeddable":true,"href":"https:\/\/collection.galerie-gerdes.com\/cs\/wp-json\/wp\/v2\/product_brand?post=339"},{"taxonomy":"product_cat","embeddable":true,"href":"https:\/\/collection.galerie-gerdes.com\/cs\/wp-json\/wp\/v2\/product_cat?post=339"},{"taxonomy":"product_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/collection.galerie-gerdes.com\/cs\/wp-json\/wp\/v2\/product_tag?post=339"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}