{"id":432201,"date":"2026-02-08T18:26:55","date_gmt":"2026-02-08T17:26:55","guid":{"rendered":"https:\/\/collection.galerie-gerdes.com\/?post_type=product&#038;p=432201"},"modified":"2026-02-28T23:27:55","modified_gmt":"2026-02-28T22:27:55","slug":"kleinwalsertal-1949-gemaelde-von-wilhelm-schaefer","status":"publish","type":"product","link":"https:\/\/collection.galerie-gerdes.com\/ko\/p\/kleinwalsertal-1949-gemaelde-von-wilhelm-schaefer\/","title":{"rendered":"Kleinwalsertal, 1949 | Gem\u00e4lde von Wilhelm Sch\u00e4fer"},"content":{"rendered":"<p data-start=\"0\" data-end=\"835\">Wilhelm Sch\u00e4fer (w\u00e4hrend seiner ersten Ehe zwischen 1890 und 1896 unter dem Namen Wilhelm Sch\u00e4fer-Dittmar, * 20. Januar 1868 in Ottrau; \u2020 19. Januar 1952 in \u00dcberlingen) war ein deutscher Schriftsteller, der sich vor allem mit Kurzgeschichten und Anekdoten einen Namen machte. Stilistisch orientierte er sich dabei an Vorbildern wie Heinrich von Kleist und Johann Peter Hebel. Gro\u00dfe Popularit\u00e4t erlangte er mit dem 1922 ver\u00f6ffentlichten Werk <em data-start=\"441\" data-end=\"482\">Die dreizehn B\u00fccher der deutschen Seele<\/em>, das eine stark national gepr\u00e4gte Vorstellung von \u201eVolksseele\u201c vermittelte und ihn zu einem der bekanntesten v\u00f6lkisch-nationalen Autoren der Weimarer Republik und der Zeit des Nationalsozialismus machte. Teilweise ver\u00f6ffentlichte Sch\u00e4fer seine Texte unter verschiedenen Pseudonymen, darunter Karl Ebinghaus, W. Gischler, Karl Pf\u00e4lzer und Reinhold Treu.<\/p>\n<p data-start=\"837\" data-end=\"1610\">Sch\u00e4fer entstammte einfachen Verh\u00e4ltnissen. Sein Vater Paul Sch\u00e4fer, geboren 1840, war Schuhmacher und stammte aus einer verarmten Bauernfamilie aus Berfa bei Alsfeld. Aus wirtschaftlicher Not ging er auf Wanderschaft und erlernte zwischen 1855 und 1858 das Schuhmacherhandwerk. Sch\u00e4fers Mutter Elisabeth, geborene Gischler, kam aus Ottrau; ihre Familie besa\u00df eine kleine Landwirtschaft sowie ein hoch verschuldetes Haus. Sie arbeitete zeitweise als Magd. In seinem autobiografisch gepr\u00e4gten Buch <em data-start=\"1334\" data-end=\"1348\">Meine Eltern<\/em> schilderte Wilhelm Sch\u00e4fer ausf\u00fchrlich die Lebens- und Arbeitsbedingungen seiner Herkunftsfamilie, die damaligen Verkehrsverh\u00e4ltnisse, die Milit\u00e4rzeit seines Vaters in Kassel sowie die Auswirkungen des Kulturkampfes, wie sie von der Familie wahrgenommen wurden.<\/p>\n<p data-start=\"1612\" data-end=\"2118\">1871 zog die Familie nach Gerresheim, wo Sch\u00e4fer eine evangelische Volksschule in der Glash\u00fcttensiedlung besuchte. Anschlie\u00dfend wechselte er auf das Realgymnasium in D\u00fcsseldorf. Ab 1883 bereitete er sich in einer Pr\u00e4parandenanstalt in Mettmann auf den Beruf des Volksschullehrers vor. Zwischen 1890 und 1897 war er als Lehrer in Vohwinkel und Elberfeld t\u00e4tig. In dieser Phase, die auch von einer engen Freundschaft mit Richard Dehmel gepr\u00e4gt war, begann Sch\u00e4fer mit ersten literarischen Ver\u00f6ffentlichungen.<\/p>\n<p data-start=\"2120\" data-end=\"2804\">Ein Vertrag mit dem Cotta-Verlag erm\u00f6glichte ihm nach der Scheidung von seiner ersten Ehefrau Henriette Dittmar im Jahr 1897, Reisen nach Paris, Z\u00fcrich und M\u00fcnchen zu unternehmen. 1898 lie\u00df er sich in Berlin nieder, wo er zun\u00e4chst als Werbetexter arbeitete. Ein Jahr sp\u00e4ter heiratete er Lisbeth Polligkeit. Im Jahr 1900 zog Sch\u00e4fer nach D\u00fcsseldorf, wo er auf Anregung aus dem Umfeld des K\u00fcnstlervereins Malkasten sowie durch Unterst\u00fctzung des Industriellen und Kunstf\u00f6rderers Fritz Koegel die Kulturzeitschrift <em data-start=\"2631\" data-end=\"2647\">Die Rheinlande<\/em> gr\u00fcndete, die er bis 1922 herausgab. 1904 \u00fcbernahm er zudem die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung des von ihm initiierten Verbandes der Kunstfreunde in den L\u00e4ndern am Rhein.<\/p>\n<p data-start=\"2806\" data-end=\"3431\">In den folgenden Jahren wechselte Sch\u00e4fer mehrfach seinen Wohnsitz. Er lebte ab 1903 in Braubach, von 1907 bis 1915 in Vallendar und anschlie\u00dfend bis 1918 in Hofheim am Taunus, dem Wohnort seiner sp\u00e4teren Lebensgef\u00e4hrtin Freifrau Blanche von Fabrice. Diese war zuvor mit dem Schriftsteller Emanuel von Bodman verheiratet gewesen und lie\u00df sich 1909 scheiden. Sch\u00e4fer heiratete sie im Mai 1917 nach der Trennung von Lisbeth Polligkeit. 1918 lie\u00df er sich dauerhaft auf der sogenannten Sommerhalde in Bodman am Bodensee nieder, wo er mehrere Jahre intensiv an seinem Hauptwerk <em data-start=\"3379\" data-end=\"3420\">Die dreizehn B\u00fccher der deutschen Seele<\/em> arbeitete.<\/p>\n<p data-start=\"3433\" data-end=\"4293\">Ab 1926 geh\u00f6rte Sch\u00e4fer der Sektion Dichtkunst der Preu\u00dfischen Akademie der K\u00fcnste an. 1931 trat er gemeinsam mit Erwin Guido Kolbenheyer und Emil Strau\u00df aus der Akademie aus, da es Meinungsverschiedenheiten \u00fcber deren ideologische Ausrichtung gab. Nach der Macht\u00fcbernahme der Nationalsozialisten wurde Sch\u00e4fer im Mai 1933 zum Ehrensenator der Deutschen Akademie der Dichtung ernannt. Obwohl er kein Mitglied der NSDAP war, identifizierte er sich weitgehend mit der nationalsozialistischen Ideologie und beteiligte sich aktiv an der kulturellen Programmatik des Regimes. Adolf Hitler sch\u00e4tzte Sch\u00e4fer pers\u00f6nlich und nahm ihn im August 1944 in die sogenannte Gottbegnadeten-Liste der bedeutendsten Schriftsteller auf. Diese enge Verflechtung mit dem NS-System f\u00fchrte dazu, dass sein Werk nach 1945 nur noch vereinzelt rezipiert und kritisch aufgearbeitet wurde.<\/p>\n<p data-start=\"4295\" data-end=\"4489\" data-is-last-node=\"\" data-is-only-node=\"\">Nach seinem Tod im Jahr 1952 in \u00dcberlingen wurde Sch\u00e4fers Sarg von Bodman am Bodensee nach Ottrau \u00fcberf\u00fchrt. Dort fand er, seinem Wunsch entsprechend, die letzte Ruhest\u00e4tte in der Familiengruft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p class=\"p1\">Wilhelm Sch\u00e4fer (1868-1952)<\/p>\n","protected":false},"featured_media":433264,"template":"","meta":{"site-sidebar-layout":"default","site-content-layout":"","ast-site-content-layout":"default","site-content-style":"default","site-sidebar-style":"default","ast-global-header-display":"","ast-banner-title-visibility":"","ast-main-header-display":"","ast-hfb-above-header-display":"","ast-hfb-below-header-display":"","ast-hfb-mobile-header-display":"","site-post-title":"","ast-breadcrumbs-content":"","ast-featured-img":"","footer-sml-layout":"","ast-disable-related-posts":"","theme-transparent-header-meta":"default","adv-header-id-meta":"","stick-header-meta":"","header-above-stick-meta":"","header-main-stick-meta":"","header-below-stick-meta":"","astra-migrate-meta-layouts":"set","ast-page-background-enabled":"default","ast-page-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-4)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"ast-content-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}}},"product_brand":[],"product_cat":[15377],"product_tag":[],"class_list":{"0":"post-432201","1":"product","2":"type-product","3":"status-publish","4":"has-post-thumbnail","6":"product_cat-wilhelm-schaefer","7":"desktop-align-center","8":"tablet-align-left","9":"mobile-align-left","11":"first","12":"instock","13":"taxable","14":"shipping-taxable","15":"product-type-simple"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/collection.galerie-gerdes.com\/ko\/wp-json\/wp\/v2\/product\/432201","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/collection.galerie-gerdes.com\/ko\/wp-json\/wp\/v2\/product"}],"about":[{"href":"https:\/\/collection.galerie-gerdes.com\/ko\/wp-json\/wp\/v2\/types\/product"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/collection.galerie-gerdes.com\/ko\/wp-json\/wp\/v2\/media\/433264"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/collection.galerie-gerdes.com\/ko\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=432201"}],"wp:term":[{"taxonomy":"product_brand","embeddable":true,"href":"https:\/\/collection.galerie-gerdes.com\/ko\/wp-json\/wp\/v2\/product_brand?post=432201"},{"taxonomy":"product_cat","embeddable":true,"href":"https:\/\/collection.galerie-gerdes.com\/ko\/wp-json\/wp\/v2\/product_cat?post=432201"},{"taxonomy":"product_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/collection.galerie-gerdes.com\/ko\/wp-json\/wp\/v2\/product_tag?post=432201"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}